Philipp Wittenburg
13.01.2011

Wird der Golfstrom langsamer?

Wie bekannt ereignete sich im Sommer 2010 im Golfstrom von Mexiko eine riesige Ölkatastrophe, die durch eine Explosion der Ölbohrplattform „Deepwater Horzion“ am 20. April 2010 verursacht wurde und zu einer der schlimmsten Umweltkatastrophen dieser Art eingestuft wurde [Die vom 20. April bis zum 16. Juli 2010 aus dem Bohrloch im Macondo-Ölfeld in den Golf von Mexiko ausgetretene Ölmenge wird auf 500.000 bis 1 Million Tonnen geschätzt]. Diese Ölkatastrophe hat nicht nur extreme Folgen für die Umgebung des Golfstroms (u.a. für die USA), sondern auch für Europa und das Leben der Menschen. Durch den Versuch des kontrollierten Abbrennens des Ölteppichs wurde die Luft stark verschmutzt. Außerdem sind viele Tiere verendet. Vor allem die Fischerei leidet darunter sehr. Aber auch die Winter werden voraussichtlich deutlich kälter. Die Temperaturen werden auf deutlich unter 0°C sinken … und das vielleicht sogar mehrere Monate lang. Der Grund dafür ist, dass die Wärme des Golfstroms durch das ausgelaufene Öl nicht mehr zu 100 % in die nahegelegenen Gewässer gelangt, sodass sich die gesamte Umgebung abkühlt. Russische und polnische Forscher meinen, dass möglicherweise sogar die Ostsee zufrieren könnte, sodass es vielleicht möglich wäre, dieses Jahr auf der Ostsee Schlittschuh zu fahren. Andere Forscher gehen sogar von einer neuen Eiszeit aus.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96lpest_im_Golf_von_Mexiko_2010