Mittwoch, 31. Januar 2007  |  Wismar und Umgebung

Dorf Mecklenburger bald bei „Jugend forscht“?



Wietow Energie und Klimaschutz – ist das schon ein ergiebiges Thema für Schüler? Es war es und es ist es bei manchen mehr als noch vor einem halben Jahr. So lange lief nämlich ein sogenannter „Ch@t der Welten“, an dem sich aus Mecklenburg-Vorpommern sechs Schulen und Gymnasien beteiligten. Hinzu kamen noch ungezählte Schulen in sechs Bundesländern. Gestern ging das Projekt „Regionen im Dialog – Nachhaltige Regionalentwicklung durch den Einsatz erneuerbarer Energien“ nun im Solarzentrum in Wietow zu Ende.

Für die Schüler der 9. und 10. Klasse der Regionalen Schule mit Gymnasium „Tisa von der Schulenburg“ in Dorf Mecklenburg mit der Erkenntnis, dass sie eine Teilnahme am Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ in Betracht ziehen. Und zwar mit ihrem Solarboot, das zurzeit in der Vorbereitungsphase ist. Dieses Solarboot ist nicht zuletzt auch durch das eingangs genannte Projekt so richtig auf den Weg gekommen – so konkret ging es im letzten Halbjahr zur Sache. Ob Lehrer Heinz-Günter Falk, Schüler Tim Junggebauer oder andere seiner Mitschüler – sie warteten beim Treffen mit Schülern aus anderen beteiligten Schulen mit vielen Ergebnissen, Erkenntnissen und Anregungen auf. Nicht zuletzt kamen sie, wie sie sagten, durch das Chatten per Computer mit jungen Thailändern zu einer anderen Sicht auf das Thema Energie und Klimaschutz.

Wie Andrea Großmann, Lehrerin am Gymnasium am Tannenberg in Grevesmühlen, berichtete, sei der Projektkurs für die Schüler der 12. Klassen noch lange nicht beendet. So viele Anregungen habe es gegeben. Eine sei z. B., nach dem Thema Energie einen Tag des Wassers durchzuführen. Und da es um das Gymnasium mehrere kleine Teiche gebe, soll einer einen Minispringbrunnen bekommen – betrieben von einer Solarpumpe als konkretem Ergebnis der Teilnahme an dem Projekt, das von der Internationalen Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWEnt) durchgeführt wurde. Die Gymnasiasten aus Grevesmühlen warteten auch mit solchen Produkten auf wie Spieluhr, kleine Windmühle u. a. – allesamt mit Solarzellen betrieben.

Dass mit Dr. Sukruedee Natharkaranakule die stellvertretende Leiterin der Schule für Erneuerbare Energie-Technologien an der Naresuan-Universität im thailändischen Phitsanulok bei der Abschlussveranstaltung in Wietow zu Gast war, wertete das Projekt gleich noch um einiges auf. Wie sich die Teilnehmer einig waren. Auch um die Erkenntnis, so mehrere der anwesenden Schüler, „dass Thailand beim Nutzen regenerativer Energien viel weiter ist, als wir hier in Deutschland“, was einige bisher nicht so gesehen und gewusst hatten. Einig waren sich alle Teilnehmer des Projektes nach Worten von Arndt Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Umweltbildung M-V, dass eine Neuauflage eines solchen Projektes längere Zeit dauern sollte. Auch angesichts dessen, dass eine Kontaktaufnahme per Computer zu den thailändischen Studenten nicht immer gleich beim ersten Versuch klappe.


MARLIES LINDNER