Beatrice Poschmann

„Den Walrossen geht das Packeis aus“


Den Walrossen geht der Lebensraum auf Grönland aus. Die Eisgletscher in Alaska, auf dem die Walrosse ruhen, fangen jetzt an zu schmelzen.

Diese Bild zeigt, wie sich die Menge des Eises im laufe der Jahre verändert hat.

Einige Fakten:
• 1980: 8,04 Mio km² noch vom Eis bedeckt
• 1990: 6,82 Mio km² noch vom Eis bedeckt
• 2000: 7,21 Mio km² noch vom Eis bedeckt
• 2010: 5,98 Mio km² noch vom Eis bedeckt

Im Großen und Ganzen findet eine Abnahme des Eises statt. Am Ende diesen Sommers werden nur noch 4,9 Mio km² des Ozeans vom Eis bedeckt sein.
Wegen diesem Eismangel, sind zehntausende Walrosse an Land gegangen, da ihr Lebensraum, wie bei den Eisbären und Robben, zerstört wird.
Das schlimmste ist, dass die Tiere nicht wandern können. Die Tiere liegen eng aneinander und könnten sich erdrücken, wegen ihrer großen Masse. Man verlegt sogar Flugrouten, um die Walrosse nicht in Panik zu versetzen. Der Direktor des nationalen Datenzentrums für Schnee und Eis in Boulder, Colorado, Mark Serreze meint: „ Wir werden vermutlich mehr Sommer, wie diesen sehen. Es gibt kein Zeichen für die Erholung der Eisfläche…“ Ein Professor vom Klimacampus der Uni Hamburg sagt, das wir es mit einer Beschleunigung der Abnahme zu tun haben, dass das Eis sehr dünn sei und zudem auch noch sehr brüchig.
Außerdem gibt es viele offene Wasserflächen. Der Professor findet diese Tatsachen sehr bedenklich, und ich finde es auch. Weiter behauptet er: „Nur der menschliche Einfluss kann erklären, dass das Meereseis in den letzten Jahren so erheblich abgenommen hat.“ Vor rund 70 Jahren war das Meereseis noch so dick, dass es nicht abschmelzen konnte. Im vergangenen Jahrhundert ist das Eis um durchschnittlich 110 km³ pro Jahr dünner geworden.
„Hier sieht man wirklich den Klimawandel.“
Das Ende der Eiszeit scheint auf Grönland zu nahen, denn im Süden der Insel könne man schon Kartoffeln und Erdbeeren anbauen, meint der Leiter der Landwirtschaftlichen Versuchsanstalt, Anders Iversen. Eine Einheimische hat beobachtet, dass der Fjord seit ungefähr 5 Jahren nicht mehr zugefroren ist. Einige Unternehmer erfreut diese Nachricht, denn sie wollen an die Bodenschätze Grönlands. Grönland wird sich in der sozialen Rolle sehr verändern. „Das für Grönland typische Gemeinschaftsgefühl ist zerbrochen!“

Quelle: http://ec.europa.eu/research/research-eu/52/01/images/5208.jpg
Ostseezeitung, Mittwoch, 15. September 2010