Jan Batelt
11.11.2010

Sonnenenergie für Europa – Aus der Sahara

Eine Gruppe von Großkonzernen, unter anderem REW und Siemens, plant ein Objekt, in der Sahara,das Europas Stromverbrauch zu 15% decken soll. Die Kosten dafür sollen bei ca. 400 Milliarden Euro liegen (schätzt das DLR). 50 Milliarden Euro allein um die Leitung von Nordafrika nach Europa zulegen.
Mit Parabolrinnen-Spiegeln soll Wasser erhitzt werden, mit dessen Dampf Turbinen zur Stromerzeugung angetrieben werden sollen (Solarthermie). In der Nacht, wenn die Sonne nicht scheint, wird das Wasser durch Salzspeicher erhitzt die sich am Tag durch die Sonne aufgeheizt haben.
Das Prinzip das da hinter steckt ist aber nicht neu. Schon seit den 80’ern wurden in Nevada, Kalifornien (USA) und in Israel in der Negev-Wüste solche Anlagen genutzt.
Diese Art der Energiegewinnung hat sich bis jetzt noch nicht sehr stark durchgesetzt, weil Öl sehr billig war. Außerdem verfügen die Länder in der sich solche Anlagen lohnend sind meist über große Erdölvorkommen. Doch jetzt steigt der Preis des Öls wieder, was derartige Projekte attraktiver macht.
Die Konzerne sind sich sicher das auch andere Staaten sich an diesem Projekt beteiligen. Besonders setzen sie auf Italien, Spanien und andere, nordafrikanische, Staaten. Ein Risiko ist und bleibt die politische Instabilität. Diese könnte aber gesenkt werden (z.B. durch den Nebeneffekt der Großflächigen Meerwasserentzalzung, die den Wohlstand allgemein verbessern könnte).
In 10 Jahren könnte so der erste Strom aus der Sahara nach Europa fließen.
Ich finde das dieses Projekt eine gute Sache ist, weil es regenerative Energien fördert und so eine Menge Strom, nicht nur für Deutschland, zur Verfügung gestellt wird.
Quelle: OZ