Philipp Wittenburg
10. März 2011

Erdöl in MV

Neue Erdölbohrungen in MV

Am 21. März 1961 fand man das erste Erdöl in der DDR, in der Nähe von Reinkenhagen (Nordvorpommern). Allerdings konnte man das Land nicht von Ölimporten unabhängig machen, da das damalige Erdölverarbeitungswerk Schwedt jährlich 13-15 Millionen Tonnen Erdöl verarbeitete und die 200 000 Tonnen aus MV hätten da keine große Rolle gespielt. Doch jetzt könnte man doch nochmal Öl in Mecklenburg-Vorpommern finden – und zwar dank der Firma CEP (Central European Petroleum GmbH), einer hundertprozentigen Tochterfirma der kanadischen Central European Petroleum Ltd und neuer Bohrtechniken. Diese Firma bekam nun die Erlaubnis, Probebohrungen an drei Orten durchzuführen - in Barth (Nordvorpommern), in Lütow (Usedom) und in Pudagla. „Damals konnte man nur vertikal bohren“ meinte der Geschäftsführer von CEP Deutschland, Jacobus Bouwman. Doch nun könne man auch horizontal ins Gestein bohren, um weitere erdölführende Hohlräume und Klüfte zu erreichen. 2000 bis 2200 Meter tief will man mit dieser acht bis zehn Millionen Euro teuren Probebohrung bohren. Allerdings glaubt man nicht so recht daran, auf viel Öl zu stoßen, obwohl in den alten Löchern gebohrt wird. Dennoch ist man zuversichtlich, das man mit dieser Methode wieder mehr Öl bekommen kann, was sich angesichts des steigenden Ölpreises lohnen könnte.

Quelle:
OZ-Zeitung, Ausgabe vom 10. Febrauar 2011