Philip Michalski
03.03.2011

ETA - Initiative Energievernunft


Das Formelzeichen Eta bedeutet seit Mitte des 19. Jahrhunderts in der Technikwissenschaft Wirkungsgrad, der das Verhältnis aus abgegebener Leistung zu zugeführter Leistung einer Energie umwandelnden Anlage darstellt. Außerdem ist es ein Maß für Effizienz der Maschinen. Ein hoher Wirkungsgrad bei der Energieumwandlung – wie sie z.B. bei der Stromerzeugung stattfinden – hat dabei eine große Bedeutung. Nicht nur wegen der Effizienz, sondern auch um die Umweltbelastung gering zu halten. Zum hohem Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung muss auch ein vernünftiger Umgang mit der Energie hinzukommen. Deutsche Stromversorger haben eine neue, erweiterte Bedeutung hinzugegeben: Eta als Symbol bedeutet „Energievernunft“. Die Stromversorger fassen unter dem Leitbild „Eta“ alle Aktivitäten zusammen, die Anforderungen von Kunden und Gesellschaft an sparsame, umweltverträgliche, sichere und preisgünstige Energieversorgung zu entsprechen. Die Eta-Initiative zielt ab auf einen vernünftigen Umgang mit der Energie, d.h. auf den rationellen Energieeinsatz, auf die Schonung von Ressourcen und Umwelt sowie auf den alle Optionen einbeziehenden Energiemix, der wettbewerbsfähige Energie- und Strompreise für den jeweiligen Standort in Deutschland zu gewährleisten, haben die deutschen Stromversorger es in Leitlinien umgesetzt.

Eta auf Erzeugerseite


Konventionelle thermische Kraftwerke: Die Verbesserung des Wirkungsgrads ist der Mittelpunkt der Entwicklung neuer Kraftwerke. Der Wirkungsgrade bei der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen konnte von der Jahrhundertwende bis heute von ca. 3% auf Bestwerte von ca. 43% gesteigert werden. Dies entspricht einer Verringerung des Kohleeinsatzes von 4 kg Steinkohleeinheiten (SKE) pro KW/h auf 286 g SKE pro KW/h. Eine weitere Steigerung der Wirkungsgrade liegt in der Optimierung des konventionellen Prozesses sowie in der Entwicklung neuer Anlagenkonzepte.