Anne Stolzenburg,
Mickey Glöde,
Jonas Jacobsen
21.12.2006

Globale Klimaveränderung- Tagung in Nairobi

Obwohl die Klimaveränderung so drastische Auswirkungen auf uns hat, denken viele Menschen nicht darüber nach. Im November 2006 fand in Nairobi eine wichtige Konferenz statt – eine Veranstaltung, die sich mit dem Kyoto- Protokoll befasste und neue Lösungen suchte. Das Kyoto- Protokoll, das 1997 in der japanischen Stadt Kyoto beschlossen wurde, ist ein Vertrag zwischen den vereinigten Nationen, mittlerweile sind es 168 Staaten, zum weltweiten Klimaschutz. Dieses Abkommen gilt bis 2012 und verfolgt das Ziel die Treibhausgase zu reduzieren, weil die mit höchster Wahrscheinlichkeit der Auslöser für die globale Klimaveränderung sind. Obwohl das Kyoto- Protokoll schon am 11.12.1997 erstellt wurde, trat es erst vor einem Jahr, d.h. um genau zu sein am 16.02.2005, in Kraft. Es dann waren die Bedingungen gegeben damit der Vertrag wieder aufgenommen werden konnte.
Die Bedingungen:
1. Es mussten mindestens 55 Staaten vertreten sein.
2. Die Summe der ausgestoßenen Treibhausgase sollte im geringsten Fall 55% ergeben.
Der jetzige Stand ist jedoch nicht sehr zufriedenstellend, denn manche Staaten, wie z.B. die USA wollen den Vertrag nicht erfüllen und die anderen haben die Emission seit 1990 so drastisch gesteigert, dass sie ein Problem haben die Ziele des Kyoto- Protokolls einzuhalten. Ziel des Kyoto- Protokolls: Die Emission der Treibhausgase mindestens um 5,2% des Ausstoßes des Jahres 1990 zu vermindern. Wobei die Länder ganz unterschiedliche vorgaben dafür haben. Davor fand in Rio de Janeiro 1992 eine Klimarahmenkonferenz des Erdgipfels statt. Es wurde höchste Zeit, dass diese Veranstaltung stattfand !!!!!! „Es gab schon immer in der gewaltigen Erdgeschichte Klimaveränderungen“, sagen viele Menschen, auch Wissenschaftler. Das stimmt. Aber jetzt geht es um Veränderungen, die hauptsächlich von Menschen gemacht werden (anthropogen) und deshalb auch verhindert werden könnten.
Es ist höchste Zeit sich mit dieser Problematik zu befassen, weil sich schon Bedrohliches entwickelt hat, z.B.:
• Anstieg der Temperatur global – führt zum Schmelzen der Gletscher in Grönland und der Antarktis
• Anstieg des Meeresspiegels
• Dürrekatastrophen in vielen Ländern in Europa, Afrika, Amerika und letztens auch Australien (rund 1/3 der Erde könnte von Dürren betroffen sein, wenn die Klimaveränderung nicht gestoppt wird)
• Austrocknung vieler Seen, z.B. Aralsee in Russland, verschiedene Stauseen (z.B. in Spanien)
• Gleichzeitig Zunahme verheerender Wassermassen, angetrieben durch Hurrikans (siehe New Orleans) oder Taifune (siehe Asien)
• Zunahme von Buschbränden
• Fauna und Flora werden Verdrängungswettbewerben ausgesetzt, so kommt es z.B. zur Veränderung des Lebensraumes der Eisbären durch das Schmelzen des Eises.
Hauptgrund für den schon eingetretenen Klimawechsel ist der Treibhauseffekt. Der Treibhauseffekt ist eine Folge der globalen Luftverschmutzung durch Treibhausgase. Diese bewirken einen Wärmestau in der Atmosphäre, weil die einströmende Luft wie in einem Treibhaus zurückgehalten wird.
Treibhausgase sind CO2 (Kohlenstoffdioxid), N2O (Distickstoffmonoxid/Lachgas) und CH4 (Methan). Der Anstieg dieser Gase entsteht z.B. durch Brandrodung vieler Wälder, und Landwirtschaft (Zunahme von Viehherden) und vor allem durch die Entwicklung der Industrie.
Das Kyoto- Protokoll 1997 gilt als erster schritt, den von Menschen verursachten Klimawechsel zu bremsen. Die Emission (Ausstoß) dieser Gase sollte bis 2012 um mindestens 5% gesenkt werden. Dazu verpflichteten sich viele Industriestaaten – zur Zeit sind es 160. Ausgenommen waren die Entwicklungsländer. Die USA beteiligte sich nicht an den Vereinbarungen, auch Australien und die Türkei. Aber die Konzentration des Kohlenstoffdioxid und die Distickstoffmonoxid hat z.B. im Jahr 2005 einen drastischen Anstieg genommen, der Methanwert ist geblieben. Es wurde also notwendig, stärkere Maßnahmen zu entwickeln. Deshalb fand die UN- Klimakonferenz in Nairobi statt. Das Gastgeberland wurde drei Jahre lang von einer schweren Dürre heimgesucht, sodass viele Hirten ihre Lebensgrundlage verloren. Zur Zeit der Konferenz, als sich Delegierte aus 189 Staaten trafen, gab es dort gerade schwere Unwetter. Es wurde festgestellt, dass das globale Ziel des Stopps der Emission nicht erreicht werden kann. So haben z.B. die USA ( sind für 21 % der Treibhausgase verantwortlich ), Australien, Kanada, Spanien und die Türkei ihre Emission erhöht. Auch die EU und eingeschlossen die BRD haben ihr Ziel nicht erreicht.
Dazu kommt, dass z.B. China und Indien, aber auch manche Entwicklungsländer, die im Kyoto-Protokoll noch nicht berücksichtigt wurden, jetzt mehr Treibhausgase erzeugen und sich nicht auf Emissionsgrenzen festlegen wollen, weil sie z. B. durch sinkenden Ölverbrauch Absätze fürchten.
Professor Mojib Latif, Klimaforscher am Leibnitz-Institut für Meereswissenschaften in Kiel, machte einige Ausführungen zu diesem Thema. Er bemerkte, dass Klima ein sehr träges System ist und nur langsam reagiert. Es muss also besonders schnell gehandelt werden: Langfristziele - bis 2100 Emission um 70% senken - müssten gesetzt werden. In Europa sind nur Deutschland und Groß Britannien auf einem guten Weg. Es wäre wünschenswert, wenn alle Länder so mitmachen würden. Nur Langsam setzt ein Umdenken ein. Zum Ersten müsste der Bevölkerung bewusst werden, dass zunehmende Naturkatastrophen ( Elbe –Hochwasser, Hochwasser in den Alpen, Hurrikans usw. (siehe vorn )) globale Ursachen Haben. Zum Zweiten setzt langsam, sehr langsam auch ein Umdenken in der Wirtschaft ein So neigen Ölmultis wie BP zu alternativen Energien, China will weltweit größter Produzent von Wind- und Solarenergie werden uns. Wollen wir hoffen, dass sich immer mehr Länder ernsthaft mit dem Problem des Klimawechsels beschäftigen, damit auch spätere Generationen sich an unserer schönen Erde erfreuen können.


Quellen:
• Ostseezeitung
• Wissen Media Verlag GmbH, Gütersloh/München
• http://de.wikipedia.org/wiki/Kyoto-Protokoll