Philipp Wittenburg
24.04.2010

Das Ende des Öls - und nun?

Die Ära des Öls geht zu Ende. Das weltweite Angebot kann den Durst nach Öl kaum noch stillen. Doch trotzdem ist es nicht das Ende des menschlichen Fortschrittes. Auf einmal lohnen sich sämtliche Alternativen – es wurde nie zuvor so viel in Solarzellen, Windkraft und geothermische Kraftwerke investiert. Die Zukunft liegt in einer Vernetzung vieler alternativer Energiesysteme. z.B.:
• Bläschenfusion
(Wird auch Kalt-Fusion genannt) Flüssigkeiten werden mit Ultraschall bestrahlt. Die dabei entstehenden Nanozellen zerfallen sehr schnell und erzeugen viel Hitze und Druck, die einer Kernfusion gleichkommen.
• Sonnenkraftwerke
Die japanischer Weltraumagentur “Jaxa“ plant: 2 riesige Spiegel, jeder fast 9 Quadratkilometer groß, sollen Licht auf 2 Solarzellenfelder lenken – beide mit einem Durchmesser von 1,2 km. Eine Mikrowellenantenne von 1800 Metern überträgt die Energie zur Erde.
• Elektro- und Wasserstoffautos
Da Biosprit (wird gemacht aus Getreide, wenn man es allerdings einführen würde, würde deutlich weniger Getreide als Nahrung benutzt werden können) keine wirklich gute Lösung ist, will man nun eine andere Alternative nutzen - den Elektromotor.
• Windspeicher
Ein großer Nachteil der Windkraft ist, dass der Wind nicht immer gleichmäßig weht. Deshalb hatten US-Wissenschaftler eine gute Idee: Bei Spitzenwinden wird über einen Kompressor Luft in eine Sandsteinschicht gepumpt. Diese Druckluft kann man dann wieder abziehen, indem Generatoren oder Turbinen gespeist werden.
• Körperenergie
Nichts ist besser, als die Nutzung der eigenen Körperwärme. Nur wie fängt man sie ein? US-Wissenschaftler haben nun eine Idee: Winzige Nanodrähte produzieren Strom, sobald sie durch den Körper bewegt werden.
• Mikroben
Ein US-Unternehmen hat zu Biokraftstoffen Mikroben hinzugegeben, um somit Kohlenwasserstoffe zu produzieren – also Erdöl. Dazu bauten sie die Zellorgane der Einzeller um.
• Energiesparen
Das US-Unternehmen ConsumerPowerline verkauft eingesparte Energie – z.B. aus Kaufhäusern oder Krankenhäusern.
• Methaneis
Das Gaskondensat aus Methan und gefrorenem Wasser wurde erstmals 1971 im Schwarzen Meer entdeckt. Das Methanhydrat bildet sich in überraschend großer Menge an den Kontinentalabhängen, wo der Druck enorm hoch ist. Bei geschätzten 12 Billionen Tonnen ist in Methan so viel Kohlenstoff gebunden, wie in allen Erdgas-, Erdöl- und Kohlevorräten der Welt. Die Spekulationen gehen weit auseinander – Fakt ist aber: Methaneis könnte der Treibstoff des 21. Jahrhunderts werden.
Quelle: Ostseezeitung 31.Mai/1.Juni 2008