Luise Mähl
23.01.2007

Energiesparverordnung

Früher wurde nicht energiesparend gebaut. Das lag nicht nur an den fehlenden technischen Möglichkeiten, sondern Kohle, Öl und Erdgas standen scheinbar unbegrenzt und billig zur Verfügung. Damit war der Energieverbrauch eines Gebäudes einfach kein Thema. Gerade Häuser aus den Nachkriegszeiten, in denen Baustoffe knapp waren, weise einen sehr hohen Heizenergiebedarf auf.
Der drastische Anstieg der Energiepreise Anfang der 70er Jahre, sowie Umweltschutzgründe führten zu einem Umdenken. In gesetzlichen Regelungen (Wärmeschutz- / Heizanlagenverordnung) wurden daraufhin für Neuplanungen Obergrenzen für Energieverbrauch bzw. -verluste festgesetzt. Die Anforderungen wurden entsprechend der Forschung und dem Stand der Technik schrittweise erhöht. Die meisten der vor 1984 errichteten Gebäude kann man als "energetische Altbauten" bezeichnen. Heute ist ein geringer Energieverbrauch ein wichtiges Kriterium bei neuen Planungen. Verglichen mit einem Haus der 60er Jahre kommt ein Neubau mit 30 - 50 % der Heizenergie aus.
Die im Februar 2002 in Kraft getretene Energiesparverordnung (EnEV) bezieht erstmals auch Haustechnik und Stromverbrauch in die Vorgaben zum Gebäude mit ein. Sie gilt für alle Neubauten, größere Baumaßnahmen am Bestand sowie Heizungsanlagen.
Wohnhäuser haben eine Lebensdauer von 100 Jahren und mehr, müssen dafür aber in gewissen Abständen modernisiert werden. Durch Sanierungsmaßnahmen können Altbauten einen ähnlichen Energieverbrauch erreichen, wie ihn die EnEV bei Neubauten fordert.
Wer sparen will muss sich aber erst eines klar machen:
1. Wofür verbraucht ein Gebäude Energie?
2. Wovon ist die Höhe des Verbrauches abhängig?


Energieflussdiagramme zeigen, dass das Heizen die meiste Energie verbraucht. Das entsteht dadurch, dass ein Teil der eingesetzten Energie ungenutzt durch den Schornstein oder durch schlecht gedämmte, überdimensionierte Heizkessel und Rohrleitungen verloren geht.

Quelle:
http://www.energie-umwelt-schule.de